Mensch – Rolle – Erwartungen (MRE)

Ein strukturierter Reflexionsrahmen zur Rollenklärung im Arbeitskontext

In komplexen Arbeitsumgebungen entstehen Belastungen selten durch einzelne Personen.
Sie entstehen dort, wo unterschiedliche Anforderungen gleichzeitig wirken und nicht klar voneinander unterschieden sind.

Gerade in der öffentlichen Verwaltung zeigen sich wiederkehrende Spannungsfelder:
unklare Rollen, widersprüchliche Erwartungen, Reibung an Schnittstellen und Unsicherheit in der Aufgabenwahrnehmung.

Das MRE-Format setzt genau hier an.


Ausgangslage

Digitalisierung, Projektarbeit, Linienverantwortung und politische Steuerung führen zu einer Verdichtung von Aufgaben und Erwartungen.
Mitarbeitende, Referent:innen und Führungskräfte bewegen sich häufig in mehreren Rollen gleichzeitig – bei begrenzten zeitlichen und strukturellen Ressourcen.

Viele dieser Spannungen sind strukturell bedingt.
Sie lassen sich nicht durch mehr Gespräche oder persönliche Klärung allein auflösen.


Ziel des Formats

Das MRE-Format schafft einen geschützten, klar begrenzten Reflexionsraum,
in dem Rollen und Erwartungen sortiert werden können.

Ziel ist nicht die Entwicklung von Lösungen oder Entscheidungen,
sondern Orientierung, Entlastung und eine realistische Einordnung von Verantwortung
im bestehenden organisatorischen Rahmen.


Konzeptbasis: Mensch – Rolle – Erwartungen

Grundlage des Formats ist eine bewusste systemische Unterscheidung von drei Ebenen:

Mensch

Persönliche Wahrnehmungen, Belastungen und individuelle Muster.

Rolle

Aufgaben, Zuständigkeiten und Verantwortung im System – unabhängig von der Person.

Erwartungen

Formale und informelle Anforderungen aus Organisation, Umfeld und Selbstanspruch.

Die Trennung dieser Ebenen ermöglicht Klarheit, ohne zu bewerten oder zu personalisieren.


Formate

1:1-Rollenreflexion

Strukturierte Gespräche zur individuellen Rollenklärung
für Referent:innen, Projektleitende und Fachverantwortliche.

Reflexionszirkel

Kleingruppenformate mit 4–6 Teilnehmenden
zur gemeinsamen Klärung von Rollen, Erwartungen und Handlungsspielräumen.

Team- und Bereichsformate

Halbtägige Formate zur Rollen- und Schnittstellenklärung
in bestehenden Arbeitszusammenhängen.


Besonderes Merkmal

Das MRE-Format:

  • ersetzt keine Führungs- oder Personalinstrumente,
  • greift nicht in Entscheidungen ein,
  • bewertet keine Personen oder Leistungen.

Es ergänzt bestehende Strukturen durch einen Reflexionsraum,
der insbesondere in behördlichen Kontexten als sicher und anschlussfähig erlebt wird.


Typische Einsatzgebiete

  • neue oder veränderte Aufgaben
  • Einführung neuer Tools oder Prozesse
  • Rollenunklarheiten in Linien- und Projektorganisationen
  • Schnittstellenkonflikte
  • Führungswechsel
  • Überlastungs- und Priorisierungsthemen

Weiterführende Formate

Wenn es um persönliche Orientierung in Übergängen oder belastenden Lebenssituationen geht, kann ein Einzelcoaching bei Übergängen & Belastungen sinnvoll anschließen.

Bei Fragen zur eigenen Führungsrolle und Verantwortung bietet sich ein Coaching für Führung & Verantwortung an.

Wenn Rollen- und Erwartungskonflikte Beziehungen oder Zusammenarbeit belasten, kann ein Klärungsgespräch zur Beziehungsklärung hilfreich sein.


Fazit

Das MRE-Format ist ein niedrigschwelliges, klar begrenztes Angebot,
das Orientierung in komplexen Arbeitssituationen ermöglicht.

Rollenklärung entsteht hier nicht durch Intervention,
sondern durch Struktur, Klarheit und bewusste Unterscheidung.


Nächster Schritt

Wenn Sie klären möchten, ob und wie ich Sie unterstützen kann:
Schreiben Sie mir kurz Ihr Anliegen – oder buchen Sie ein kostenloser Erstgespräch.

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